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Ski and Music 2010

Und jährlich grüßt das Murmeltier. Mal wieder waren wir dabei, bei der „besten Ski and Musik-Ausfahrt aller Zeiten“. Einige schon zum 25. Mal. Auch die Wintersonne wusste, was sich für ein Jubiläum gehört und gab alles. Drei Tage lang konzentrierte sie ihre ganze Strahlkraft einzig auf das Pitztal. Blauer Himmel, Sonnenschein und g’führiger Schnee, das macht Laune und Skifahr’n zum Leiwandsten, was man sich nur vorstellen kann. Da werden neue Skischuhe schnell zum neuen besten Freund. Da flattern unbehelmte Künstlerlocken gleich noch mal so schön im Fahrtwind. Da mutieren ansonsten ganz normale Menschen ganz schnell zum „Pisten-B-Uli“, „Goldenen Skischuhreiter“, „Buckelpisten-Jogi“, „Kilometerschinder“ oder „Schnell-Schuss-Rennass“. „Es lebe der Sport!“ Auch wenn sich ab und zu einer bei der Zwischenzeit zwanglos von sei’m Ski befreit. Für die spektakulärste Sturzeinlage sind nominiert: „Slapstick-Heinzi“, auch „Der-mit-dem-Lift-kämpft“ genannt, „Pistenweitrutsch-Ute“, „Veilchen-Jürgen“ und das Synchronsturzpaar Anne und Franz mit ihrer „Schleudersitzdramakür“. Auch wer den Titel „Schirmkönig 2010“ erhalten soll, muss noch geklärt werden. Die aussichtsreichsten Aspiranten sind zweifellos Dirk, Jens und Otto, denen es fast mühelos gelang, auch andere zu animieren und vom Wellness-Angebot im Hotel abzuhalten. An den Abenden gab’s wie gewohnt und wie der Name „Ski and Music“ schon sagt, zünftig was auf die Ohren. Jogi, Didi, Heinzi und Alex gaben mal wieder ihr „Allerbestes“. Didi bis hin zu eunuchenverdächtigen Tönen über dem 2-gestrichenen C. Dankbar für ein Päuschen überließ er anschließend seine „Kochplatten“ Busfahrer Reiner, der sich immer mehr als Multitalent entpuppt. Der kann nämlich nicht nur einen Bus wie ein Kätzchen schnurren und Dreifachkreise ziehen lassen, sondern auch ein Schlagzeug einwandfrei bedienen. Kein Wunder, dass er die Herzen der stolzesten Frauen bricht. Sicher hätte er auch beim von Siggi initiierten Tanzwettbewerb einen Titel erringen können, wären die Jurymitgliederinnen irgendwie an ihn heran gekommen. Die anderen Damenerwählten gaben alles, bei Walzer, Discofox und Rock’n Roll. Anspannung, Herzklopfen, werde ich der Tanzkönig? Herbe Enttäuschung, aufsteigende Tränen, wieder nicht geschafft! Es konnte leider nur drei Preisträger geben. Die Küsse für die kreativste Performance griff Dirk ab, eine Schärpe für „Old School“ gab’s für Walter. Den Preis „Schnapsrunde für die Jury“ gewann Perfektionstänzer Hölli. Am zweiten Abend hatte sich bei den Damen wohl der Gedanke „zu perfekt für mich“ breit gemacht. Keine getraute sich mehr, den „Tanzkönig“ aufzufordern. Das machte ihm so schwer zu schaffen, dass er den Großteil des Abends einsam hinter einer verschlossenen Tür verbrachte. Veilleicht hätten ihm  Alex S. Notfalltropfen auch geholfen. Der vergaß nämlich nach deren Verabreichung  seine nachmittäglichen Knieprobleme zusehends. Mit ein paar zusätzlichen Arnikakügelchen lief er zu geradezu dopingverdächtiger Stimmungsform auf. Rock’n Roll is back! Elvis lebt! Wo werden diese Glückskügelchen verdealt? Die wollen wir alle auch haben! Und eine Flasche von dem roten Zeugs, das einem die Skischuhe von selbst auszieht! Und Williams, nicht Christ, nein Robbie! Den der so schön singt! Oder Bärendrecktropfen in Uschis Bar. Die erzeugen bei einzelnen sogar die halluzionäre Vorstellung, man befinde sich in „Bärwang“. Das lässt die Ski am anderen Morgen doch gleich ganz anders laufen. Bis kurz vor drei, dann ist’s für dieses Jahr vorbei. Runter mit den Skischuhen! Rein in die bequemen Busfahrcrocs. Alles tanzt auf einem Bein. Wer diesen Tanz nicht beherrscht, kann leicht Verletzungen davontragen. Vor allem, wenn jemand Scherben auf dem Parkplatz ausgestreut hat. „Spiel mir das Lied vom Blut!“ „Hilfe, Hilfe, hilf mir doch!“ Schnell eilt sie herbei, ist herrlich anzuschau’n. Sie ist die Königin der Frau’n. Legt den Verband an immer fester, denn sie ist ne Krankenschwester! Ute zeigt: „Gelernt ist halt gelernt!“ Abfahrt! Reiner schlägt "Hölle, Hölle, Hölle" die Richtung „Dort is my Life“ ein. Ein Busflur ist zu eng zum Tanzen? Mitnichten! Wo ein Wille ist, ist auch eine Tanzfläche! Doch plötzlich ist Schluss mit lustig! Das rote Pferd hat ausgewedelt, die Flieger stürzen ab, die Schwimmer gehen unter, Juana muss im Pitztal bleiben. Schnitzlers VIP-Bus begibt sich samt Inhalt auf auf eine „Sentimental Journey“. Weißt du wohin die Träume all' entflieh'n, die unerfüllt an mir vorüber zieh'n? Weißt du wohin mein Herz auf Reisen geht? Sag' mir warum es geschieht, dass alles so schnell entflieht? Keine Ahnung, das weiß nur Doktor Schlaf aus Schiwago. Gähn!

Schön wars mal wieder. Wir hoffen auf eine weitere beste „Ski and Music-Ausfahrt“ im nächsten Jahr. Bis dahin scharren wir mit den Skischuhhufen.Im Namen aller „Ski and Music- Fans vielen Dank an Organisator Didi, alle Musiker, Schlagzeuger, und Sangestalente, an Stimmungsanheizer(innen), Gute-Laune-Verbreiter(innen) und Mit-Anpack-Willis, an Notfallteams, Aufstehhilfen, Stofflieferanten und nicht zuletzt an Reiner, der uns wieder einmal das Gefühl absoluter Sicherheit gegeben hat. Die Ski and Music-Gemeinde war auch 2010 die beste aller Zeiten!In diesem Sinne freuen wir uns auf weitere Ausfahrten und auf das ultimative Jubiläumsjahr 2035!

Inge


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