Saisonabschluss Alpbachtal 2011Schon auf den ersten Kilometern, nein eigentlich schon beim Einsteigen in Schnizlers Luxus-Bus ist klar: „Das wird ein äußerst amüsantes Wochenende. 28 bestens gelaunte Skiclubmitglieder plus Busfahrer Reiner, da kann eigentlich nichts schief gehen.“ Jeder ist glücklich, jeder fühlt sich wohl. Der Vip-Bus schnurrt, nachdem er alle geschluckt hat, wie ein Kätzchen und bewegt sich auf leisen Pfoten zügig und ruckelfrei in Richtung Alpbachtal. Doch was ist das? Haben wir Schneefall und Nebel bestellt? Skifahren oder nicht Skifahren? Jeder kann und darf wie er mag. Karin packt ihr Badehöschen ein und macht sich auf, das Hallenbad zu testen. Hanna, Birgit, Annemarie und Inge B. sind wild entschlossen, die Wanderwege unter die Schuhe zu nehmen. Der Rest will’s wissen und zwängt sich in die Skischuhe. Ab in die Gondel! Verflixt, wo ist unser Bus geblieben? Wir haben Kartenkäufer Franz brav die Ski hinterher getragen, aber nicht an Helm, Brille und Handschuhe gedacht. Zum Glück gibt es am Lift eine Fundgrube aus der man sich fremdausstatten kann. Und nette Skiclubler, die uneigennützig Material zur Verfügung stellen. Oben angekommen empfängt uns dicke Nebelsuppe. Wir starten die Disziplin „Fahren nach Zahlen“ und tasten uns von Nummernschildchen zu Nummernschildchen. Trotzdem sieht sich die Skifahrertruppe beim Einstieg am nächsten Sessellift auf die Hälfte geschrumpft. Gruppe „Farbenblind“ ist im Nebel verlustig gegangen und ins unerbärmliche „täglich grüßt das Murmeltier- Labyrinth“ geraten. Überzeugt davon, jedes Mal eine andere nebulöse Strecke gefahren zu sein, landet sie sechs Mal am gleichen Lift. Warum aber wohl ausgerechnet an dem, mit den leicht bekleideten Pin Up Girls an den Liftpfosten? „Wo ist eigentlich die Böglalm, auf der die Fußgänger auf uns warten?“ Ziemlich weit unten. Da wo die Sicht gut ist, der Schnee sich aber nicht wie Schnee anfühlt. Nach der Pause haben die ersten genug von „Blindflugfahren“ und Schenkelbrennen. Gondel abwärts und dann mit dem Skibus in Richtung Stockerwirt. Dort warten schon die „Jause“ und eine nette Bar, deren höchst verführerisch günstige Getränkepreisgestaltung dazu angetan ist, das vorgesehene Schläfchen ausfallen zu lassen. Nach und nach tröpfeln immer mehr 33Gradler ein. Bis auf die, die in einem Schirm fest hängen und es gerade noch auf den letzen Skibus und zum leckeren Abendessen schaffen. Wie bestellt machen anschließend in der Kellerbar zwei Jungs, die sich O2 nennen, alte Rockmusik vom Feinsten. Abrocken, mitsingen, wir fühlen uns wie einst im Mai, als wir noch zwischen 14 und 18 waren. Solange bis die, die es tatsächlich noch sind, überhand nehmen und die „Seniorentruppe“ ins Bett verscheuchen. Am Sonntagmorgen weckt uns strahlend blauer Himmel. Heute ist Genussskifahren angesagt! Oder eben auch nicht. Wozu eigentlich? „Schließlich hat Maria Riesch den Weltcup auch ohne das letzte Rennen gewonnen“, meint Inge B und sichert sich den 33-Cup in Wanderschuhen. „Des isch mei Lieblingspiste, fahra mer die nomal?“ Wir fahren alle noch Mal Margots gefühlte sieben Lieblingspisten. Auch die zur Mittelstation, zu der die rote und die schwarze führen. Bis auf den farbenblinden Klaus und die ihm gutgläubig folgende Inge C. Die fahren blau! Immer wieder einmal treffen wir auf die beiden Duos „Schöne Aussicht“, die Gruppe „Familienausfahrt“, den „Pistenraudi mit Junior“ und das Hardcoreduo „Heiße Kante“, an deren Schenkel man sich eine Zigarette anzünden könnte. Bei der spätnachmittaglichen 33-Grad-Gesamtvereinigung sind sich alle einig: „heut war so ein schöner Tag“. Wieso war? Er ist noch lange nicht vorbei. Wir stellen fest, dass Busfahren ein Riesenspaß ist. Welcher Depp hat eigentlich jemals Busse erfunden, in denen man hintereinander sitzen und schlafen muss, wo doch ein paar Tischchen äußerst förderlich für die Kommunikation und den Getränkekonsum sind? Nach einem kurzen Zwischenstopp zwecks kollektiver Männerblasenentleerung und Kühlfachauffüllung geht’s lustig weiter in Richtung Heimat. Was schon am Drackensteiner Hang? So kurzweilig kann Busfahren sein? Karin bringt auf den Punkt, wie in naher Zukunft das Seniorenprogramm des Skiclubs aussehen könnte: „Wenn alle nicht mehr Skifahren können oder wollen, fahren wir nur noch Bus.“ Natürlich mit dem besten Busfahrer aller Zeiten. Reiner nicht traurig sein, dass Du die Sommersaison ohne Skiclub überstehen musst. Der nächste Winter kommt bestimmt! Und Du darfst im Sommer gern mal mit uns wandern! |
|||||
© Copyright 2011 Skiclub 33 Grad














